Ambulant goes camping

Ambulant goes camping

Die Tage vom 04.08.2021 bis 08.08.2021 standen ganz im Zeichen erlebnispädagogischer Abenteuer. 7 Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren packten ihre Sachen und verließen die Großstadt in Richtung Biehainer Zeltplatz, wo bereits unsere erfahrenen Camper der WG Goetheallee auf sie warteten. Die Kinder genossen es sichtlich, unter freiem Himmel zu essen, im Zelt zu schlafen und sich mit dem ländlichen Leben weit weg von Dresden aktiv zu beschäftigen.

Jede Menge Spaß gab es beim Baden im See, dem gemeinsamen Zubereiten der Mahlzeiten, den Streifzügen durch den Wald, Volleyballspielen oder den Ausflügen in den Tierpark nach Görlitz oder bei strömendem Regen ins Hallenbad zum Wetttauchen zu gehen.

Für die Pädagogen war es beeindruckend, zu beobachten, wie sich die Kinder in einer anderen Umgebung, einer neuen Gruppe und ohne ihre Eltern für Neues öffneten und sich für Dinge begeisterten, welche sie sonst vielmals nur aus den Medien kannten. Auch neue Freundschaften wurden geschlossen und sollen Zuhause weiter gepflegt werden.

Am 06.08.2021 kamen auch noch weitere 5 Tagesausflügler aus den ambulant betreuten Familien vorbei und verbrachten einen entspannten Tag mit den nun bereits routinierten Outdoorerfahrenen am See und auf dem Platz. Es wurde gemeinsam gebadet, gespielt, gelacht und gegessen.

Auch die Mädchen unserer Verselbständigungswohngemeinschaft in Weißig waren mit am Start und beteiligten sich, ihrem Alter entsprechend, an den verschiedenen Angeboten der Pädagogen. Sie hatten eine unbeschwerte Zeit und sammelten neue Energie für ihre Ausbildung, welche (gerade zu Beginn) doch sehr herausfordernd für sie ist.

Die entspannten Tage werden allen noch lange in Erinnerung bleiben und es gibt bereits Anmeldungswünsche für das nächste Jahr. Ein großes Dankeschön an die Eltern, die uns ihre Kinder anvertrauten und natürlich an die Kinder, die uns viel Freude bereiteten und für manch eine lustige Anekdote sorgten.

Im Namen des ambulanten Teams:

K. Thauss

(Teamleitung)

Ausflug der Wohngruppe Weißer Hirsch ins Alte Forsthaus

Ausflug der Wohngruppe Weißer Hirsch ins Alte Forsthaus

Der Naturschutzverein der Großgemeinde Kolkwitz e.V. hat sich in seiner Satzung das Ziel gesetzt, einen aktiven Beitrag im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit auf dem Gebiet der Umweltbildung zu leisten. Das Grundstück vom Forsthaus sowie die angrenzenden Felder, Wiesen und Wälder stecken voller Möglichkeiten die zum Experimentieren und Entdecken anregen, und die Natur kann man tatsächlich fühlen, sehen, riechen, hören und schmecken. Dadurch kann die Natur mit allen Sinnen erforscht werden.

Dies nahmen wir zum Anlass mit unseren Kindern und Jugendlichen ins Alte Forsthaus zu fahren. Unser Ziel war es, mehr über Wildkräuter und deren Verarbeitung in Erfahrung zu bringen.

Als alle Kinder am Freitag Schulschluss hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Cottbus. Nach 1,5 Stunden Fahrt wurden wir schon vom Förster erwartet. Er stellte uns das Objekt vor und besprach das Programm für das Erlebniswochenende mit uns.

Damit fing das Abenteuer an. Jeder Winkel auf dem Grundstück wurde erkundet. Die bereitgestellten Schubkarren waren optimale Fahrzeuge dafür. Ausgelassen ging es auf den Wegen zwischen den Beeten zu.

Im Anschluss bereiteten wir unseren Schlafplatz vor und verteilten die Aufgaben, um am Feuer Bratwurst und Stockbrot zu grillen.

Natürlich gab es auch individuelle und einladende Rückzugsorte, wenn man etwas Abstand von dem ganzen Trubel brauchte.

Am nächsten Morgen machten wir uns zur Kräuterwanderung vom Alten Forsthaus entlang der Vereinswiesen durch das Naturschutzgebiet Putgolla auf den Weg.

Dabei durften wir verschiedene essbare Wildkräuter kennenlernen und sammeln. Die gefundenen Wildkräuter wurden nach unserer Rückkehr zu Kräuterbutter und Brennnessel-Burgern für das abendliche Grillen zubereitet sowie für den Kräuterquark und eine Gierschapfelschorle – welche es zum Mittagessen gab. Immer wieder staunten wir, wie lecker doch die Wildkräuter und selbst die Brennnesseln geschmacklich hervorragend waren, wenn man einige Hinweise zu den piksenden Härchen beachtete. Die giftgrünen Burger weckten anfangs Unbehagen in uns, als aber einige Mutige kosteten, war es um die Burger geschehen. Auch der Nachtisch – junge zarte Triebe der Tanne wurden mit Schokolade beträufelt und schmeckten am Ende wie Minzschokolade.

Von allen gefundenen Wildkräutern pressten wir einige besonders schöne Exemplare, um sie zu beschriften und ein zu laminieren. Damit hatten wir außer unseren Erlebnissen für alle Sinne, auch noch eine praktische Kräuterfibel, um uns an die einzelnen Wildkräuter später noch zu erinnern.

Die nächste Herausforderung war das Herrichten einer Feuerstelle und das Feuermachen ohne herkömmliche Feuerzeuge oder Streichhölzern. Es stellte sich die Frage: wie macht man eigentlich ein Feuer? Dies weckte unseren Ehrgeiz und war gar nicht so einfach. Mit viel Geduld gelang es uns, aus einem kleinen Glutnest ein großes Feuer zu machen. Somit konnten wir unseren Topf mit Kartoffeln übers Feuer stellen.

Natürlich passten wir gut auf unser Feuer auf, denn es sorgte für eine warme und gemütliche Atmosphäre, was wir bis zur späten Nachtruhe nutzen. Am Sonntag wurde dann das Backhaus vorbereitet, um die Pizza für das Mittagessen backen zu können. Da kamen auch Gartenkräuter zum Einsatz, von denen wir viele noch nicht kannten. Zwischendrin gab es immer ausreichend Zeit für kleinere Spiele und Aufgaben. Bei gemeinsamen Spielen am Sonntag ging es darum, das Gruppengefühl zu stärken. Das war ein besonders schöner Abschluss.

Am Ende waren wir alle traurig, weil das Wochenende doch viel zu schnell verging. Wir haben aber versprochen wiederzukommen – dann vielleicht zu einem anderen Thema. Großes Interesse gab es auch für die Tiere des Waldes und ihre Lebenswelt.

Aller ZEHNTEN Dinge sind DREI!

Aller ZEHNTEN Dinge sind DREI!

Diesen Sommer gibt es bei uns gleich drei schöne Jubiläen zu feiern – seht selbst!

Zunächst wurde da die gute Virginie in der Geschäftsstelle abgepasst.

Tatkräftig wie sie ist, wollte sie schon gleich wieder zum nächsten Einsatz verschwinden – aber für einen blumigen Gruß zu unglaublichen 10 Jahren muss einfach Zeit sein! Virginie, die anfangs als Teammitglied in der WG Bühlau mit viel Liebe, Konstanz und immer guter Laune die Kinder dort betreut hat, leitet inzwischen bereits seit 5 Jahren die Wohngruppe in Freital und bereichert damit nicht mehr nur die Kinder, sondern auch ein großes Team mit:

Verve

Inspiration

Rat und Tat

Großem Herz für Menschen

Ideenreichtum

Nie aufgeben

Idealismus

Elan

Danke, liebe Virginie, für all Deinen unermüdlichen Einsatz und Dein ebenso unermüdliches Strahlen!

Weiter ging es…

auf einen Ausflug in die Wohngruppe Bühlau, die vor zehn Jahren mit einer Ferienfahrt und einem berüchtigten Bekleidungs-Großeinkauf begann und seitdem nicht aufgehört hat, Geschichte(n) zu schreiben.

Geleitet wird die WG inzwischen von Hannah, die gemeinsam mit ihrem Team einen ganz besonderen Lebensort für Kinder gestaltet – klein und familiär, mit vielen gemeinsamen Aktivitäten rund um den schönen Garten, Ausflüge in die nähere Umgebung von Bühlau, Weißig und der sächsischen Schweiz, aber immer wieder auch tollen Ferienfahrten in alle Himmelsrichtungen und besonderen Erlebnissen und Aktionen – demnächst macht Ihr sogar Berlin unsicher!
Bühlau, das bedeutet für uns u.a.:

Behutsam

Unterstützend

Einladend

Humorvoll

Liebevoll

Abenteuerlustig

Unternehmungslustig

Klar, dass wir uns zum 10-jährigen auch eine Aktion für Euch ausgedacht haben! Wir wünschen Euch viel Spaß mit den Alpacas auf dem Keulenberg und viele weitere tolle gemeinsame Jahre – es ist eine Freude, mit Euch zu arbeiten!

Aller zehnten Dinge wären nicht Drei,..

wäre da nicht noch die Goetheallee – zeitlich eigentlich sogar als erste zu beglückwünschen, aber die Gruppe macht gerade Ferien auf dem Campingplatz im berühmt-berüchtigten Biehain:

Ein Kind sprach einmal von Magie/ Ob das so ist? Wir wissen’s nicht/ Doch was bleibt, ist die Erkenntnis:/ ohne Biehain geht es nicht.

Liebe Goetheallee, ohne Euch geht es auch nicht! Mehr noch: Ohne Euch gäbe es das alles vielleicht nicht, wart Ihr doch alles auf einmal: Modellprojekt, Pioniergeist, Vorreiter… Mit der Eröffnung der Goetheallee haben viele unserer Ideen für die stationäre Heimerziehung Gestalt angenommen und prägen bis heute unsere gesamte Arbeit in diesem Bereich. Und wo bitte ließe sich das besser feiern als in Biehain?!

Faszinierend an der Reise/ ungelogen jedes Jahr/ nimmt man hier bedacht und leise/ alle Menschen anders wahr.

Nur Ihr seid wie immer dieselben – einfach großartig!
Ein großes Dankeschön und herzliche Glückwünsche an Euch alle!

Das Team der Geschäftsstelle

Teamklausur Ambulant „Was uns zusammenhält?!“

Teamklausur Ambulant „Was uns zusammenhält?!“

Zur Beantwortung dieser Frage machte sich das ambulante Team vom 8.6. bis 10.6.2021 auf den Weg zur Teamklausur. Es galt herauszufinden, was uns im letzten (Corona) Jahr half, unsere Arbeit trotz, oder zum Trotz aller Einschränkungen und Herausforderungen weiter gut zu machen. Wie gelang es uns, den Familien ein guter Ansprechpartner zu bleiben und das Wohl der Kinder immer im Auge zu behalten, obwohl Quarantäne, Homeschooling und Lockdown uns vor nicht gekannte Problematiken stellten? Auf der anderen Seite beleuchteten wir auch die Faktoren, welche uns die Aufgabenerfüllung erschwerten, uns unzufrieden machten und jedem Einzelnen viel Kraft und Geduld abrangen.

Das Rittergut Limbach bot dafür die perfekte Atmosphäre und ganz viel Raum für kreatives Arbeiten an diesen Themen.

Natürlich wurden auch unsere neuen Kolleginnen im Team herzlich willkommen geheißen. Vor und nach den Arbeitsphasen gab es genug Zeit und Möglichkeiten, sich besser kennenzulernen und im Ergebnis dessen entstand eine Ressourcenkarte für das Team. Sie ist eine der „Schätze“, welche wir geborgen haben und die uns der Beantwortung unserer Eingangsfrage etwas näher brachte.

Gestärkt gehen wir nun in das nächste Halbjahr und freuen uns auf die Arbeit mit unseren Familien und Netzwerkpartnern!

Kathrin Thauss

(Teamleitung ambulantes Team)


Pressemitteilung vom 10.05.2021
„Coaching beim Liebhaben“

Pressemitteilung vom 10.05.2021<br>„Coaching beim Liebhaben“

Im Kinderhaus Wolkenstein von „Burmeister & Luding“ bekommen Babys und Kleinkinder ein Zuhause auf Zeit und ihre Eltern viel Hilfe zur Selbsthilfe

Foto: Sabine Mutschke

Ralph Burmeister und Thomas Luding arbeiten als privater Träger der Kinder-und Jugendhilfe
und betreuen mit ihrem pädagogischen Team sieben Kinder- und Jugendhäuser in Dresden und
Freital. Das Kinderhaus Wolkenstein auf der Junghansstraße wurde jetzt im Mai bezogen.
Hier leben ausschließlich Babys und Kleinkinder – eine sehr seltene Spezialisierung. Das liegt an
dem hohen Betreuungsaufwand, aber auch an den umfangreichen Brandschutzauflagen, die ein
Haus erfüllen muss, aus dem sich die Kinder im Notfall nicht selbst retten könnten.

Im Haus Wolkenstein werden elf Kinder im Alter zwischen 0 und 6 Jahren betreut. Bei Aufnahme
sind sie maximal 3 Jahre alt. Sie können gerade nicht bei ihren Eltern leben und werden im
Kinderhaus umsorgt, bis eine Perspektive zum Wohle der Kinder gefunden ist. Die Rückkehr ins
Elternhaus steht dabei an allererster Stelle. Deshalb sehen die beiden Geschäftsführer von
„Burmeister & Luding“ in der Betreuung der Kinder nur einen Teil ihrer Aufgaben.

Die elternaktivierende Arbeit ist der Schlüssel

Was ihr Unternehmen ausmacht und unterscheidet, ist die Arbeit mit den Eltern, ihre Beratung,
Begleitung und Aktivierung. Getreu dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen die Eltern so gestärkt
werden, dass die Familie so schnell wie möglich wieder zusammen leben kann.
Dieser starke Fokus auf die Elternarbeit zeigt sich auch im Kinderhaus Wolkenstein. Hier sind
die Eltern immer willkommen und können sogar übernachten. Natürlich gibt es Regeln, und der
Schutz der Kinder steht immer an der ersten Stelle. Doch nach dem unternehmenseigenen
Credo „Erziehung gemeinsam gestalten“ werden die Eltern gefordert und gefördert, um die
Kinder beim Aufwachsen zu nah wie möglich begleiten.

„Wir nennen das auch Coaching beim Liebhaben. Manche Eltern sind in
einer Lebenssituation, in der sie schlicht überfordert sind, um den Alltag mit Kind zu meistern.
Oder sie haben das aus eigenem Erleben einfach nicht gelernt. Wir schauen uns jede Biografie
an und versuchen, mit Netzwerkarbeit und Coaching individuell zu helfen.“

(Thomas Luding)

Ein Schwerpunkt bei der Elternarbeit ist die Beratung, ob zur Erziehung oder der Gestaltung des
Alltags. Außerdem werden Hilfsangebote vermittelt z.B. zu den Themen Ausbildung, Job,
Stressbewältigung, Partnerschaft, finanzielle Unterstützung und vieles mehr. „Wenn es den
Eltern gut geht, geht es auch den Kindern besser“, so Thomas Luding. „Wir begegnen den Eltern
mit Respekt und auf Augenhöhe, nur so können wir das Band zu ihren Kindern stärken.“
Mit Erfolg – rund ein Drittel der Kinder kehrt ins Elternhaus zurück.

Thomas Luding hat viele Jahre vor dem Start in die Selbständigkeit in einer stationären Einrichtung
der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet. Zunächst als Zivi, später im Vollzeitjob nach seinem
Studium der Sozialpädagogik. Die Elternarbeit spielte bei seinem damaligen Arbeitgeber kaum
eine Rolle. Thomas Luding wurde klar: eigentlich ist sie der Schlüssel, um den Kindern zu helfen.

Mit Ralph Burmeister begegnete ihm ein Kollege, der seine Ansichten teilte und schon den ersten
Schritt in die Selbständigkeit gewagt hatte. Mit ihm gründete er 2007 eine GmbH, zunächst für
die ambulante Kinder- und Jugendhilfe. Vor zehn Jahren eröffneten die beiden zwei- bzw. dreifachen
Väter ihr erstes Kinderhaus. Ihr Qualitätsanspruch gilt noch heute: in ihren Kinderhäusern
soll es so schön sein, dass sich auch die eigenen Kinder wohlfühlen würden.

Mehr Wertschätzung für soziale Arbeit

Inzwischen kümmert sich ein 75köpfiges Team um Kinder und Eltern. Dazu zählen vor allem
Heimerzieher und Sozialpädagogen. Einige verfügen über zusätzliche Qualifikationen wie
Heilpädagogik oder die psychologische Begleitung bei Traumata.

„Was Sozialpädagogen und
Erzieher für die Gesellschaft leisten, wird in meinen Augen zu wenig gewürdigt. Gerade der Beruf des Heimerziehers hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Wir wünschen uns eine bessere Anerkennung der sozialen Arbeit generell. Sich um die Kinder zu kümmern, ist doch die wichtigste Aufgabe eines Staates, die Kinder sind unsere Zukunft.“

(Thomas Luding(
Geld- und Zeitspenden sind willkommen

In einigen Bereichen sind die Kinder besonders benachteiligt. Das sind z.B. Ferienfahrten oder
alles, was mit Mobilität zu tun hat wie ein Kinderfahrrad oder ein Roller. Dafür wird Geld gesammelt.
Wer helfen kann und spenden möchte, kann sich gern melden. „Zeit-Geschenke“ sind
ebenfalls willkommen, zum Beispiel von Musiklehrern, Tanzschulen oder einem Zauberer, um
den Kindern schöne Erlebnisse zu bescheren. Auch Patenschaften für einzelne Kinder sind
möglich.

Pressekontakt : i.A. Sabine Mutschke PR; Tel. 0351/849 32 43; pr@mutschke.de

Kleiner Jahresrückblick

Kleiner Jahresrückblick

2020 – ein etwas anderes Jahr geht zu Ende…

… anders, ja! In der Retrospektive ziehen wir eine Bilanz, die genau das auch widerspiegelt.

2020 begann zunächst, wie jedes Jahr beginnt: mit dem zufriedenen Abschluss des vergangenen Jahres und vielen neuen Ideen und Plänen für das kommende Jahr im Kopf und auf dem Reißbrett.

Im März sollte die pädagogische Leitung ihren Dienst in der Geschäftsstelle aufnehmen, die ersten Teamklausurfahrten sollten starten, Inhouse Fortbildungen waren terminiert, das neue Kinderhaus Wolkenstein sollte im August an den Start gehen, eine Weihnachtsfeier für alle Kollegen war ebenfalls schon fest verbucht. Die Liste ließe sich natürlich fortsetzen.

Und dann kam alles anders und die größte Herausforderung in unserer Firmengeschichte begann, wurde von allen angenommen und gemeinsam bewältigt. Mit Stolz können wir sagen, dass fortlaufend sichergestellt wurde, dass alle Kinder in den Wohngruppen liebevoll betreut werden konnten. Auch die ambulanten Mitarbeiter fanden neue Wege, um die von ihnen betreuten Familien weiterhin zu unterstützen. Es hat viel Kraft und Zeit gekostet und jeder Mitarbeiter hatte und hat noch immer auch in der eigenen Familie mit den Folgen der Pandemie und den daraus resultierenden Veränderungen im Familienleben zu kämpfen. Das verdient unseren größten Respekt und ein Dankeschön dafür, dass Ihr die Entscheidungen der Geschäftsleitung mitgetragen habt, den Kindern und deren Familien damit ein Stück Normalität, Stabilität und Sicherheit geben konntet.

Wir bedanken uns ebenfalls bei allen unseren Netzwerkpartnern, den Eltern, den Kindern und Jugendlichen, der gesamten Geschäftsstelle und den fleißigen Helfern, die zusammen und mit viel Kreativität und Engagement dafür sorgten, dass die meisten Vorhaben aus o.a. Liste realisiert werden konnten. Die wenigen, die bislang noch nicht umgesetzt wurden, werden nachgeholt, versprochen! Im nächsten Jahr stehen einige Jubiläen an und wir sind bereits in der Planungsphase für neue Projekte.

Das Jahr 2020 steht weithin für Corona, Lockdown, Homeoffice, Homeschooling, Ausgangssperre, Toilettenpapiermangel,….. wir erinnern uns jedoch auch an lustige Videobotschaften, sportliche WG Challenges, die Eröffnung des KH Wolkenstein, Grillfeste im Garten, Kreative Ideen und ein bemerkenswertes Miteinander und Füreinander in den Teams, sowie teamübergreifend, einen tollen Sommer in Biehain und freudestrahlende Kinderaugen, wenn kleinere und größere Wünsche in Erfüllung gingen.

Wir wünschen allen ruhige und besinnliche Weihnachtstage, vielleicht mit weniger Leuten, aber mit viel Liebe und Gesundheit! Kommen Sie gut in das Neue Jahr und wir freuen uns auf die erfolgreiche Fortsetzung unserer Zusammenarbeit!

M. Albrecht und K. Thauss
(Pädagogische Leitung)

Paddelurlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Paddelurlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Dieses Jahr hatte unsere Wohngruppe in Niederpesterwitz einen spannenden Plan zur Feriengestaltung. Kanuwandern auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Erst konnten sich die fünf Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Allen war aber klar, dass es ein kleines Abenteuer werden würde.

Bei der Vorbereitung packten alle mit an und das erste Hindernis, die Organisation des Materials und des eigenen Gepäckes, musste überwunden werden. Es wird kein Auto zum Transport und nur wenige Einkaufsmöglichkeiten auf der vor uns liegenden Tour geben. Alles Material, vom Ball bis hin zum Gaskocher oder Zelt, muss jeden Tag neu auf die Boote verladen werden. Jeder musste bei seinen persönlichen Sachen Abstriche machen und bewusst auf den Komfort verzichten. Dafür würden wir mit jeder Menge neuer Erfahrungen und fantastischer Erlebnisse in der Natur belohnt.

Am Montag ging unsere Tour los und wir fuhren, die Autos voll mit unserem Gepäck, nach Lychen, um dort unsere Kanus in Empfang zu nehmen. Der erste Tag auf den Campingplatz wurde dafür genutzt, die Zelte das erste Mal aufzuschlagen, erste Erfahrungen mit den Kanus zu sammeln und das Lager aufzubauen. Hier machte den Meisten der Zeltaufbau noch Freude und am Abend wurde gemütlich zusammengesessen und einfach nur entspannt. Der erste Tag der eigentlichen Tour begann früh, denn das Lager musste abgebaut, zusammengepackt und auf die Boote verladen werden. Dieser Rhythmus blieb uns auf weiteren drei Campingplätzen bis zum Freitag erhalten.

Da der Weg jedoch das Ziel war, genossen wir die wunderbare Natur der Mecklenburgischen Seenplatte vom Wasser aus. Wir konnten Graureiher, Haubentaucher und Schwäne in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Enten verminderten unseren Brotvorrat bei jedem unserer Zwischenstopps, da sie gierig aus der Hand gefüttert werden wollten. Die Eindrücke der Natur sind kaum in Worte zu fassen und boten unseren Kindern einen willkommenen Kontrast zum normalen Schulalltag. Häufig konnten wir feststellen, wie alle gelegentlich gedankenversunken einfach im Moment verweilten und diese Eindrücke in sich aufnahmen. Nicht selten wurde dabei jedoch das Paddeln vergessen. Die Arme wurden nach den ersten Kilometern immer schwerer und gleichzeitig ließ die Motivation bei allen etwas nach. Aber aufgeben war keine Option, wir mussten weiter!

Jeden Tag neu das Lager aufbauen und über dem Gaskocher Essen zubereiten, obwohl man bereits vom Paddeln recht kaputt war, verlangte einiges von den Teilnehmern ab. Jeder erkannte seine mentalen und körperlichen Grenzen und konnte diese mit Hilfe der anderen Teilnehmer im Team auch überschreiten. Am Donnerstag verbrachten wir die letzte Nacht auf einen Campingplatz und gönnten uns leckere selbstgemachte Pancakes mit einem traumhaften Ausblick auf den Wurlsee.

Am nächsten Morgen brachten wir wehmütig, aber auch zum Teil erleichtert, die Kanus zurück und machten uns auf den Heimweg mit der Vorfreude auf ein gemütliches Bett.

ERÖFFNUNG UNSERES KINDERHAUSES „WOLKENSTEIN“ IN Dresden STRIESEN

ERÖFFNUNG UNSERES KINDERHAUSES „WOLKENSTEIN“ IN Dresden STRIESEN

Mit etwas Stolz möchten wir die Eröffnung einer neuen elternaktivierenden Wohngruppe für Babys und Kleinkinder bekannt geben.

Langfristige detaillierte Planungen, moderne kreative Ideen, viele fleißige Hände, anspruchsvolle Lösungen und wohlwollende Arbeitspartner verwirklichten dabei unsere Vorstellungen von einer modernen Wohngruppe.

An dieser Stelle möchten wir ein riesengroßes Dankeschön an Alle sagen, die dabei mitgewirkt haben und durch ihren, ganz persönlichen Beitrag ein wichtiges Puzzleteil für das Entstehen des großen Ganzen beigetragen haben.

Das „Kinderhaus Wolkenstein“ beherbergt ein stationäres Angebot für Kinder ab 0 Jahren. Dabei finden die kleinen Kinder bei uns ein liebevolles, gemütliches und geschütztes Zuhause auf Zeit.

Zu unseren pädagogischen Leistungen zählen dabei u.a., den Kindern Sicherheit zu geben, Perspektiven zu klären, die Eltern zu aktivieren und weiterführende kindeswohldienliche Netzwerke zu schaffen. Ein engagiertes multiprofessionelles Team, unter der Leitung unserer langjährigen Kollegin Marianne Biele, arbeitet in höchstem Maße systemisch und transparent – Hand in Hand – mit den Familien. Denn auch hier gilt: Wir gestalten Erziehung gemeinsam!

Für nähere Informationen oder Anfragen erreichen Sie die pädagogische Leitung unter der Telefonnummer 0351/31404199 oder unter albrecht@burmeister-luding.de, bzw. thauss@burmeister-luding.de.“

Biehain 2020

Biehain 2020

Ein weiteres Jahr durften wir für mehrere Wochen den Sommer auf dem Campingplatz Biehain, bei Görlitz, verbringen. Bei schönstem Wetter war es den Kindern und Betreuern möglich zu lachen, in den See zu springen, Ausflüge wahrzunehmen und die Seele baumeln zu lassen. Über 6 Wochen konnten alle stationären Einrichtungen und auch das ambulante Team von Burmeister & Luding neue, wertvolle Erfahrungen mit den Kindern sammeln. Das Neptunfest bildete dabei den Höhepunkt dieser spannenden und erholsamen Zeit. Der Träger hat für die Kinder ein Open-Air-Kino aufgebaut, so dass die Medienzeit auch in der Natur gewährleistet werden konnte. Die Kinder wünschen sich eine Wiederholung im nächsten Sommer, die Betreuer können es kaum erwarten.

Die pädagogische Leitung stellt sich vor

Die pädagogische Leitung stellt sich vor

Die PL stellt sich vor:

Seit dem 1.3.2020 wird das Team der Geschäftsstelle durch eine pädagogische Gesamtleitung erweitert und unterstützt.

Michaela Albrecht und Kathrin Thauss können auf über 25 Jahre pädagogische Arbeit im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich zurückschauen. Nun möchten wir den Kolleginnen und Kollegen im Träger und natürlich unseren Netzwerkpartnern diese Erfahrungen zur Verfügung stellen und Ansprechpartner für alle pädagogischen und damit verbundenen, organisatorischen Belange sein. Wir gehören beide zu den Mitarbeitern der ersten Stunde und freuen uns auf die neue Rolle im Träger. Auch wenn der Arbeitsbeginn ganz anders verlief, als geplant, sind wir gut ins Arbeiten gekommen. Ein Start in (Corona-) Krise fördert doch so manche Talente an den Tag😉.

Henry Ford beschrieb es einst so: „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“

In diesem Sinne, auf gute Zusammenarbeit!